Bürokratie

Da wir, wie wohl die meisten, keine genaue Ahnung hatten wie das mit Arbeitsamt und Krankenkasse läuft, und wir zum Teil eher unterschiedliches gelesen hatten, hier mal unsere Erfahrung:
Arbeitsamt:
Alles halb so wild, zumindest bei uns. Ich habe mich persönlich arbeitssuchend gemeldet, Wolfgang über das Internetportal. Wir haben gleich von Anfang an mit offenen Karten gespielt und gesagt das wir eine Weltreise vorhaben und uns nur den Anspruch auf das ALG 1 sichern wollen. Denn wenn man wenigstens für einen Tag arbeitslos ist, mit allen Ansprüchen, und sich am nächsten Tag wieder abmeldet, hat man sich diese Ansprüche für 4 Jahre gesichert. Das muss man erstmal wissen. Aber zum Glück gibt es ja das Internet und viele hilfreiche Seiten wie Weltreise-info.de.
Alles weitere war dann auch kein Problem. Alle Unterlagen zusammen gesucht (auf die Arbeitsbescheinigung muss man halt warten), einen Termin beim Arbeitsamt ausgemacht, da wurde alles überprüft und dann hab ich auch gleich meine Abwesenheit ab dem soundsovielten gemeldet, fertig 🙂

Krankenkasse (freiwillig gesetzlich):
Auch hier hatten wir uns das schwieriger vorgestellt. Eine Email, 2 Telefonate, ob man auch wirklich alles richtig verstanden hatte, und ein Kündigungsschreiben, das war’s. Im Endeffekt mussten wir also nur unsere Mitgliedschaft rechtzeitig (2 Monate) kündigen und sowie wir eine Auslandskrankenversicherung haben, die Bestätigung an unsere Krankenkasse schicken, das wir uns auch ordentlich versichert haben.

Viel schwieriger gestaltet sich der Hausverkauf. Da wir nicht damit gerechnet haben das Notar, Bank und Grundbuchamt sooo langsam sind. Es wird sich wohl erst noch zeigen ob wir wie geplant Ende Oktober starten können oder ob es später wird. Aber zum Glück haben wir noch keine Flugtickets gebucht, so das es zwar grade etwas ärgerlich ist aber nicht wirklich schlimm.

Und noch eine kleine Anekdote: Kündigung oder Übernahme einer Versicherung zur betrieblichen Altersvorsorge die ich während meiner Arbeitszeit bei Siemens abgeschlossen hatte. Diese wollte ich im März schon kündigen, was nicht ging, da ja Siemens der Versicherungsnehmer ist. Soweit klar. Nachdem ich ausgeschieden war, habe ich nochmals bei der Versicherung angefragt. Die Auskunft: Siemens ist immer noch Versicherungsnehmer, ich soll mir die Kündigung von der Personalabteilung unterschreiben lassen. Also gut, daraufhin also einen Brief an die Perso geschrieben, mit der Bitte diese zu unterschreiben. Als Antwort kam, das ich nicht kündigen kann, liegt wohl an dem Tarif, ich aber gerne auf den Intranetseiten meine Beiträge auf 0 setzen kann. Äähhh, wie bitte soll ich darauf kommen, wenn ich doch gar nicht mehr bei Siemens arbeite. Also da angerufen. Nach einem 10 minütigen Gespräch indem mir erklärt wurde das ich das ja auch in Papierform machen kann, erlaubte ich mir die Frage zu stellen, ob ich den jetzt jedesmal, wenn ich meine Beiträge ändern möchte, das nur über Siemens machen kann und ob ich nicht die Versicherung übernehmen könnte. Antwort: das geht nur wenn sie nicht mehr bei Siemens arbeiten. ?!?!?!?
Ok, wir haben es jetzt geklärt, aber vielleicht sollte ich mal schauen ob es noch Gehalt gibt 🙂

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