Langkawi Dschungeltour 30.11.13

Da wir von der Mangroventour ganz begeistert waren haben wir 2 Tage später mit dem gleichen Guide einen „Evening walk“ durch den Dschungel unternommen. Das ganze hat noch bei Tageslicht angefangen und startete bei einem riesigen Hotelkomplex mit über 500 einzeln gelegenen Chalets, bei dem uns vor Augen geführt wurde wie absurd dieses Resort ist. Denn dem Gast wird ein idyllischer Regenwald vorgegaukelt, obwohl keine einzige Pflanze die dort angepflanzt ist, heimisch auf dieser Insel ist.
Direkt hinter dem Resort ging es dann aber wirklich in den Regenwald. Doch vorher gab es einige Tipps und die Anweisung sich gut mit Insektenspray einsprühen, inkl. der Schuhe, was wie wir später noch feststellen sollten, ein guter Ratschlag war. Außerdem sollte man sich möglichst nirgends festhalten, da manche Pflanzen ganz schöne Dornen und Widerhaken haben. Und falls der Ast an dem man sich festhalten will ungewöhnlich weich ist soll man doch bitte loslassen und schnell paar Schritte zurück gehen :-), die Schlangen mögen das nicht so gerne.
Hauptsächlich haben wir jede Menge interessante Pflanzen gesehen, so z.B. einen Baum dessen Holz extrem hart ist und der klingt als ob man auf Stein klopft. Dummerweise hat das Holz nur überhaupt keinen Wert, da man den Baum kaum fällen kann, so hart ist das Holz. Selbst die Termiten können sich nicht durch das Holz beißen. Ein anderer Baum hatte Wurzeln die wie eine aufgespannten Haut aussahen, sorry kann es nicht besser erklären, und die man zu Kommunikationszwecken verwenden kann. Wenn man auf die Wurzel klopft hört man das ewig weit, viel weiter als man rufen kann.
Weiterhin haben wir auch einen Termitenbau gesehen und schnell gelernt warum wir uns die Schuhe einsprühen sollten, manch einer war wohl etwas nachlässig mit dem Spray 🙂
Die ganze Zeit wird man vom Geräusch der Zikaden begleitet, die hier so laut sind das es manchmal an einen Feueralarm erinnert. Als es zu dämmern beginnt werden auch die Zikaden leiser und verstummen im dunkeln ganz. Keine 5 min später fliegen die ersten Fledermäuse so knapp an uns vorbei das wir uns geduckt haben. Was unseren Guide allerdings zum lachen brachte, denn er meinte die Fledermäuse wollen auch nicht mit uns zusammenstossen. Im dunkeln durch den Dschungel zu stapfen war dann nochmal ein ganz anderes Erlebnis, wenn alle Sinne angespannt sind.
Zum Schluss gab es noch ein paar nachtaktive Tiere zu sehen. Ein Gecko hat sich netterweise als Fotomodell angeboten. Besonders beeindruckend sind die Flugtiere gewesen. So gibt es hier „red giant flying squirrels“, „pygmy squirrels“, beides sind Flughörnchen, und „flying lemurs“, eine Affenart. Die Tiere fliegen nicht wirklich, sondern gleiten völlig geräuschlos von einem Baum zum anderen und das mehrere Meter weit. Ziemlich irre wenn so ein relativ großes Tier wie die fliegenden Lemuren knapp über Deinen Kopf dahingleiten und man überhaupt nix hört :-).
Nachdem wir wieder zurück waren haben wir uns einer neuen Herausforderung gestellt. Wolfgang hat sich eine Krabbe zum Abendessen bestellt und ich mir Thainudeln. Sein Essen kam mit einem Nussknacker und meines mit Stäbchen 🙂 Wir waren aber beide erfolgreich und sind nicht verhungert.

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Dusky leaf langur (Brillenlangur)

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Dusky leaf langur mit Baby

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Dusky leaf langur mit Baby

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Affe beim essen

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Lianen

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Ganz schön hoch

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Red giant squirrel

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Flying lemur

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Tokay Gecko

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Namenloser Frosch

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Sonnenuntergang

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