Tongariro Nationalpark 15. – 17.2

Ein bisschen südlicher gelegen als Rotorua ist der Tongariro Nationalpark, den wir am nächsten Tag angesteuert haben. Wir haben einen schönen Campingplatz gefunden, bei dem auch so ziemlich alles funktioniert, nur Geschäfte gibt es weit und breit keine, so dass wir ohne Bier und nur mit Dosenfutter auskommen mussten.
Am ersten Tag haben wir die laut Reiseführer schönste Eintagestour in Neuseeland in Angriff genommen, den Tongariro Alpine Crossing Track.

Kleine Anmerkung am Rande für alle Herr der Ringe Fans: Im Tongariro Nationalpark wurden die Dreharbeiten für Mordor durchgeführt, manchmal sah es auch wirklich so aus und man meinte schon irgendwo gleich einen Hobbit oder Ork zu sehen. Der Ngauruhoe Vulkan ist der Schicksalsberg in den Filmen und sieht ziemlich beeindruckend aus, fehlt nur noch das allsehende Auge :-).
In dem ganzen Gebiet gibt es immer noch vulkanische Aktivität, so dass man schon mit einem etwa mulmigen Gefühl durch läuft. Insbesondere wenn es an manchen Stellen auf einmal stärker raucht.

Da der Track kein Rundweg ist, mussten wir uns mit dem Bus zum Startpunkt bringen lassen und wurden dann am Ende wieder abgeholt. Am Vortag war das Wetter noch recht bescheiden, aber wir hatten mal wieder Glück und hatten die meiste Zeit Sonnenschein. Der Weg selbst war von vorne bis hinten sehr gut präpariert, so dass man manchmal das Gefühl hatte auf einer Wanderautobahn unterwegs zu sein. Es waren auch unheimlich viele Touristen unterwegs, so dass man dauern überholen musste bzw. überholt wurde. Das Panorama war wirklich schön, wurde aber aus meiner Sicht (Wolfgang) durch die vielen Menschen ziemlich kaputt gemacht. Wenn du nur auf Leute achten musst, die nur unzureichend ausgerüstet sind und nicht wirklich wissen, wie man eine 8 Stunden Wanderung in alpinem Gebiet angeht, dann wird der Eindruck ziemlich geschmälert. Bislang habe ich von Neuseeland den Eindruck, dass man für alle Sehenswürdigkeiten den Touristen so viel Geld wie möglich aus der Tasche ziehen will und dazu leider auch noch so viele Touristen wie möglich ins Land zu bekommen. Und Touristen gibt’s zuhauf, aber wir gehören ja auch dazu :-). Aber jetzt zurück zur Tour. Wirklich alpin war das ganze vielleicht auf 20 Metern, ansonsten fast ein langer Spaziergang mit toller Aussicht. Die 900 Höhenmeter haben wir beide jedenfalls nicht wirklich realisiert. Die angegebenen 8 Stunden haben wir dann unterboten, was vielleicht an dem ganzen Gedränge lag und wir somit schneller als normal gelaufen sind.

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Am nächsten Tag haben wir beschlossen nur eine kleine Tour zu Unternehmen, die wir direkt am Campingplatz starten konnten. Diesmal waren wesentlich weniger Leute unterwegs und wir konnten unser gewohntes Tempo laufen. Der Weg war allerdings so gut präpariert, dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass er für Fusskranke gebaut wurde. Man versucht scheinbar alle Wege für alle Touris, egal ob Jung oder alt, Fit oder unfähig zu laufen, auszubauen. Die Landschaft war wieder sehr schön und die Aussicht auf die umliegenden Vulkane toll.

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Für alle Interessierten, hier auch ein Artikel aus dem bergzeit Magazin zum weiterlesen und weiterträumen.

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