Abel Tasman 09.3.14

Eigentlich sollte unser nächster Stopp in Nelson sein. Da das aber relativ nahe an Picton liegt und wir zum anderen auch nicht so recht wussten was wir dort machen sollen ging es gleich weiter Richtung Abel Tasman Nationalpark. Hier verläuft auch einer der Great Walks, da wir aber keine Lust auf Menschenmassen und perfekt präparierte Wege hatten, und uns zudem dringend empfohlen wurde kayaken zu gehen, danke Susanne!, haben wir eine Tagestour mit Kayaks gebucht. Da wir keine Erfahrung mit Kayaks und schon gar nicht mit Seekayaks haben war die ganze Tour geführt. Übrigens für alle die noch weniger Ahnung haben als wir, mit Seekayaks fährt man nicht auf dem See sondern auf dem Meer und das am besten immer schön am Küstenstreifen, nicht das man von einem größeren Schiff übersehen wird.
Anfangs war ich (Katja) etwas erschrocken weil alle anderen Gäste aus einer Gruppe junger, geschätztes Alter 18, Engländer und Dänen bestand. Aber wir haben uns gut mit ihnen verstanden und auch unsere beiden Guides haben zu einem lustigen und tollen Tag beigetragen.
Los ging es mit einer kurzen Einweisung, man steuert das Kayak mit den Füßen, und der Entscheidung wer hinten sitzt und das lenken übernimmt. Bis zur ersten Pause habe ich das Steuer übernommen aber nachdem wir irgendwie nie so richtig geradeaus sondern mehr im Zickzack gefahren sind haben wir danach die Plätze getauscht :-). Nach einem leckere Cappuccino + Muffin an einer schönen Bucht ging es also weiter.
Kurz darauf kam unsere erste Challenge, wir sollten durch einige Felsen manövrieren, manche waren sichtbar, manche knapp unter der Wasseroberfläche. Den Anfang haben wir souverän gemeistert und uns schon gefreut das es so gut klappt, tja, zu früh gefreut 🙂
Im weiteren Verlauf sind wir mehrfach auf Robben gestoßen, die Jungen sind an diesen Buchten so geschützt, man kommt praktisch nur mit dem Kayak hin, das die Mamas sie auch mal längere Zeit alleine lassen und so konnten wir einige Junge beim spielen beobachten, zum Teil sind sie auch sehr neugierig an unsere Kayaks gekommen. Da wir unsere Kamera nicht gefährden wollten (eine Kamera ist ja bereits in Kambodscha dem Wasser zum Opfer gefallen) gibt es leider keine Bilder von den Robben Babys.
Zur Mittagspause ging es wieder an eine Bucht, diesmal etwas belebter, da hier auch der Great Walk vorbeiführt. Nach dem alle gegessen hatten konnte man, wer wollte, noch paar kleinere Höhlen erkunden. Natürlich wollten alle 🙂 Wir wurden von unseren Guides vorgewarnt das wir evtl. zurück schwimmen müssen, da die Flut schon eingesetzt hatte. Wir wateten also tapfer durch eiskaltes Wasser und weiter ging es über Felsen voll bewachsen mit kleinen und großen Muscheln. Die Höhlen selber waren nur klein und wurden von einigen interessanten Insekten bewohnt, so dass nicht mehr alle rein wollten :-). Das waren nicht die Frauen, Nein das waren einige Männer.
Auf dem Rückweg war das Wasser schon ordentlich gestiegen und ging inzwischen bis zum Oberschenkel. Immerhin wir mussten nicht schwimmen waren aber trotzdem ziemlich nass und die nackten Füsse ziemlich strapaziert von den vielen Muscheln. Leider ging es danach schon wieder zurück zur Basis. Nach einem kleinen Spielchen, bei dem man auf dem Meer, einer nach dem anderen aus dem Kajak aussteigen und über alle anderen steigend wieder zurück ins eigene kommen musste (dabei sind 50 % ins Wasser gefallen), ging’s paddelnd weiter. Diejenigen die ins Wasser gefallen waren mussten sich ja wieder aufwärmen :-). Den letzten Teil der Strecke wurde dann Segel gesetzt. D.h. alle Kajaks wurden nebeneinander hin manövriert, dann musste man das Kajak des/r Nebenman/frau festhalten, die beiden ganz aussen haben an ihrem Padel das Segel befestigt und dann das Padel nach oben gehalten, so dass sich das Segel entfalten konnte. So sind wir alle mit wenig Aufwand zurück zur Basis gekommen. So ging ein wunderschöner Tag zu Ende, perfektes Wetter, eine schöne Tour und die Seehundkinder.

image

Unsere Kajaks


image

Katja bereitet sich vor 🙂


image

An diesem schönen Strand haben wir Pause gemacht


image

Henry wollte auch, durfte aber nicht 🙂

Dieser Beitrag wurde unter Neuseeland veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.