Te Anau / Doubtfull Sound 16.3. – 17.3.2014

Der nächste Stopp war Te Anau, das Eingangstor zum Milford Sound. Vom Milford Sound hat bestimmt schon jeder mal gehört und entsprechend viele Touristen gibt es da wohl auch. Uns hat jemand gesagt, Milford Sound ist wie Norwegen nur voller Touristen, oder wenn man zuerst den Doubtfull gesehen hat, dann ist der Milford eine Enttäuschung. Hm, wollen wir uns das antun? Nein, wir wollten nicht, sondern haben die etwas teurere, weil schwer erreichbare Alternative, den Doubtful Sound gewählt. Hier kommt man leider mal wieder nicht ohne organisierte Tour hin aber im Milford hatten wir ja auch ein Boot nehmen müssen. Es gibt zwar einige Anbieter, aber wie wir während unserer Tour erfahren haben sind es im Prinzip nur 2. Ein kleiner den wir gewählt haben und der als einziger Kayak Tagestouren anbietet und ein ganz großer der unter verschiedenen Namen und überall in Neuseeland verteilt Touren anbietet.
Als wir die Tour gebucht haben, wollten wir uns natürlich nach dem Wetterbericht richten und einen Tag mit Sonnenschein. Das wollten wohl alle anderen auch, denn für den einzigen schön gemeldeten Tag war der Trip schon ausgebucht. Also haben wir uns entschieden gleich am nächsten Tag zu fahren.
Wieder mal hieß es früh aufstehen, denn um 7:15 sollten wir da sein. Wir mussten aber zum einen noch 20 km fahren und zum anderen kann man mit einem Camper ja nicht einfach losfahren sondern muss erstmal alles wieder sicher verstauen. Während der Fahrt lachte uns der Mond überm See zu und wir waren guter Dinge das der Wetterbericht wieder mal nicht recht hatte. Vom Treffpunkt ging es dann zu sechst + Guide weiter. Erst ein kurzes Stück Bus und dann auf einem kleinen Boot über den Manapuri See. Inzwischen war die Sonne am aufgehen und die Wolken und der Himmel glühten regelrecht.

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Henry N. Brown auf dem Weg in den Doubtfull Sound


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Sonnenaufgang auf dem Weg in den Doubtfull Sound


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Sonnenaufgang die Zweite

Aber wie es so schön heißt „Morgenrot, Schlechtwetter droht“ :-). Einige Minuten später sahen wir einen tollen Regenbogen und da war uns klar das der Regen schon auf uns wartet.

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Und dann gab's auch noch einen Regenbogen

Nach der Überquerung des Sees geht es nochmal mit einem Bus weiter über einen Pass, von dem man eigentlich eine schöne Aussicht auf den Sound hat. Nunja eigentlich, denn inzwischen hing alles in Wolken. Nach dem Bus ging es wieder auf ein kleines Boot, von dem aus wir dann endlich unsere Kayaktour starten konnten. Kaum im Kayak ging der Regen auch schon los, doch unser Guide freute sich richtig und meinte wir können uns glücklich schätzen. Anfangs waren wir uns da nicht so sicher aber bald verstanden wir was er meinte. Zum einen ist das Wasser im Sound wunderbar ruhig und es ist fast windstill bei Regen, sowie die Sonne scheint ist es wohl deutlich unruhiger. Außerdem haben wir fantastische Wasserfälle gesehen, die zum Teil 500 m hohe Felswände herunterstürzten. Da war manchesmal nur noch Staunen angesagt. Und der größte Teil dieser Wasserfälle versiegt, kaum das es das Regnen aufhört. Übrigens wurden hier auch einige Szenen von Jurrasic Park 2 gedreht und wie in einer verlorenen Welt haben wir uns auch gefühlt, nur das noch 3 weitere Kayaks dabei waren.

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Unsere Kajak's im Regen (Mittagspause)


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Der Doubtfull Sound, am schönsten bei Regen

Da wir noch nicht nass genug waren sind wir auch unter den einen oder anderen kleineren Wasserfall durchgefahren, irgendwann war auch schon alles egal :-). Nach ca. 5h auf dem Wasser wurden wir vom Boot wieder abgeholt und konnten uns erstmal trockene Klamotten anziehen, hinterher im Bus gab es dann auch noch heisse Getränke zum aufwärmen. Fazit: jederzeit wieder und definitiv wieder bei Regen, aber bitte wenigstens 10 ℃ wärmer 🙂 Das 15 Grad kalte Meerwasser hat sich für uns warm angefühlt! Nur damit ihr ein Gefühl dafür bekommt wie kalt es uns, bzw. die Lufttemperatur war.
Wie ihr euch denken könnt gib es leider keine weiteren Fotos, die Bilder haben wir diesmal nur im Kopf.

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