Nelson Lakes Nationalpark 10./11.3.14

Weiter ging es zum nächsten Nationalpark, den Nelson Lakes. Leider haben wir etwas zu spät herausgefunden das hier die Möglichkeit für eine schöne 2 Tagestour bestanden hätte. Irgendwie ist immer das gleiche Problem das es nirgends eine vernünftige Karte gibt auf der man mal sieht welche Wanderungen möglich wären, wenn man weiß nach welcher Tour man sucht findet man auch Informationen dazu, aber dazu müsste man erstmal wissen das es diese Tour eben gibt. Da wir aber schon Lebensmittel eingekauft hatten und wir den Camper nicht 2 Tage ohne Stromanschluss, sprich ohne Kühlung, stehen lassen wollten hatte sich das erledigt.
Statt dessen haben wir uns an einer netten DOC Campsite direkt am See abgestellt. Diese DOC Campsites sind in der Regel an besonders schönen Plätzen, deutlich einfacher ausgestattet (oft nur mit Toiletten) aber eben auch günstiger. Hier haben wir nun ein neues Tier kennen gelernt: Sandflies. Winzige kleine Mücken die einen zum fressen gern haben. Dagegen sind unsere Stechmücken ein Witz. Bevor man überhaupt die Chance hatte sich mit Insektenspray einsprühen hat man mindestens schon 5 Bisse. Aber zumindest hilft unser Insektenschutzmittel.
Am gleichen Tag haben wir noch eine kurze Wanderung am See entlang unternommen und diese, weil es uns zu einfach und schnell ging, gleich noch mit 2 anderen Touren verbunden was dazu geführt hat das wir kurzfristig auch mal die Orientierung verloren haben 🙂

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Lake Rotoiti

Nach einem netten Plausch mit 2 älteren Damen, die als Camphosts gearbeitet haben, haben wir uns auf deren anraten hin am nächsten Tag auf den Weg gemacht um mal wieder einen Gipfel besteigen. Also wiedermal 1000 Meter hoch und dann wieder runter, die armen Knie :-). Der Weg selber war zwar schön aber nichts besonders, man hätte sich auch im bayrischen Wald befinden können, die Aussicht aber war schon nicht schlecht. Das klingt jetzt eher negativ aber wenn man ab und zu in den Alpen wandert hat man so eine Aussicht öfters.

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Die Aussicht


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Katja auf Abwegen 🙂


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Alles so schön grün hier

Wieder zurück an unserm Campingplatz habe ich erstmal die Gelegenheit genutzt und bin im See schwimmen gegangen. Ehrlich gesagt das Wasser war s… kalt, um warm zu werden bin ich ein ganzes Stück geschwommen, außerdem war das Wasser absolut glatt und der Blick auf die Berge genial. Auf dem Rückweg habe ich aber auch zu spüren bekommen wie schnell man im kalten Wasser an Kraft verliert und warum auch gute Schwimmer ertrinken können. Aber es ist ja alles gut gegangen und kaum aus dem Wasser draußen wurde mir auch schnell wieder warm 🙂

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Abel Tasman 09.3.14

Eigentlich sollte unser nächster Stopp in Nelson sein. Da das aber relativ nahe an Picton liegt und wir zum anderen auch nicht so recht wussten was wir dort machen sollen ging es gleich weiter Richtung Abel Tasman Nationalpark. Hier verläuft auch einer der Great Walks, da wir aber keine Lust auf Menschenmassen und perfekt präparierte Wege hatten, und uns zudem dringend empfohlen wurde kayaken zu gehen, danke Susanne!, haben wir eine Tagestour mit Kayaks gebucht. Da wir keine Erfahrung mit Kayaks und schon gar nicht mit Seekayaks haben war die ganze Tour geführt. Übrigens für alle die noch weniger Ahnung haben als wir, mit Seekayaks fährt man nicht auf dem See sondern auf dem Meer und das am besten immer schön am Küstenstreifen, nicht das man von einem größeren Schiff übersehen wird.
Anfangs war ich (Katja) etwas erschrocken weil alle anderen Gäste aus einer Gruppe junger, geschätztes Alter 18, Engländer und Dänen bestand. Aber wir haben uns gut mit ihnen verstanden und auch unsere beiden Guides haben zu einem lustigen und tollen Tag beigetragen.
Los ging es mit einer kurzen Einweisung, man steuert das Kayak mit den Füßen, und der Entscheidung wer hinten sitzt und das lenken übernimmt. Bis zur ersten Pause habe ich das Steuer übernommen aber nachdem wir irgendwie nie so richtig geradeaus sondern mehr im Zickzack gefahren sind haben wir danach die Plätze getauscht :-). Nach einem leckere Cappuccino + Muffin an einer schönen Bucht ging es also weiter.
Kurz darauf kam unsere erste Challenge, wir sollten durch einige Felsen manövrieren, manche waren sichtbar, manche knapp unter der Wasseroberfläche. Den Anfang haben wir souverän gemeistert und uns schon gefreut das es so gut klappt, tja, zu früh gefreut 🙂
Im weiteren Verlauf sind wir mehrfach auf Robben gestoßen, die Jungen sind an diesen Buchten so geschützt, man kommt praktisch nur mit dem Kayak hin, das die Mamas sie auch mal längere Zeit alleine lassen und so konnten wir einige Junge beim spielen beobachten, zum Teil sind sie auch sehr neugierig an unsere Kayaks gekommen. Da wir unsere Kamera nicht gefährden wollten (eine Kamera ist ja bereits in Kambodscha dem Wasser zum Opfer gefallen) gibt es leider keine Bilder von den Robben Babys.
Zur Mittagspause ging es wieder an eine Bucht, diesmal etwas belebter, da hier auch der Great Walk vorbeiführt. Nach dem alle gegessen hatten konnte man, wer wollte, noch paar kleinere Höhlen erkunden. Natürlich wollten alle 🙂 Wir wurden von unseren Guides vorgewarnt das wir evtl. zurück schwimmen müssen, da die Flut schon eingesetzt hatte. Wir wateten also tapfer durch eiskaltes Wasser und weiter ging es über Felsen voll bewachsen mit kleinen und großen Muscheln. Die Höhlen selber waren nur klein und wurden von einigen interessanten Insekten bewohnt, so dass nicht mehr alle rein wollten :-). Das waren nicht die Frauen, Nein das waren einige Männer.
Auf dem Rückweg war das Wasser schon ordentlich gestiegen und ging inzwischen bis zum Oberschenkel. Immerhin wir mussten nicht schwimmen waren aber trotzdem ziemlich nass und die nackten Füsse ziemlich strapaziert von den vielen Muscheln. Leider ging es danach schon wieder zurück zur Basis. Nach einem kleinen Spielchen, bei dem man auf dem Meer, einer nach dem anderen aus dem Kajak aussteigen und über alle anderen steigend wieder zurück ins eigene kommen musste (dabei sind 50 % ins Wasser gefallen), ging’s paddelnd weiter. Diejenigen die ins Wasser gefallen waren mussten sich ja wieder aufwärmen :-). Den letzten Teil der Strecke wurde dann Segel gesetzt. D.h. alle Kajaks wurden nebeneinander hin manövriert, dann musste man das Kajak des/r Nebenman/frau festhalten, die beiden ganz aussen haben an ihrem Padel das Segel befestigt und dann das Padel nach oben gehalten, so dass sich das Segel entfalten konnte. So sind wir alle mit wenig Aufwand zurück zur Basis gekommen. So ging ein wunderschöner Tag zu Ende, perfektes Wetter, eine schöne Tour und die Seehundkinder.

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Unsere Kajaks


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Katja bereitet sich vor 🙂


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An diesem schönen Strand haben wir Pause gemacht


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Henry wollte auch, durfte aber nicht 🙂

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Picton 6.3. – 8.3.2014 (Marlborough Sound)

Wenn man in Neuseeland ist kommt man um den Marlborough Sound eigentlich nicht drum herum. Ein Sound ist im Prinzip das gleiche wie ein Fjord in Norwegen. Die meisten Leute erleben ihn wenn sie mit der Fähre von der Nord- auf die Südinsel oder umgekehrt übersetzen. Da wir aber geflogen sind mussten wir uns eine andere Möglichkeit suchen. Ausgangspunkt für fast alle Aktivitäten ist Picton, wo auch die Fähre anlegt und wo es entsprechend touristisch zugeht.

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Picton Hafen mit Fähre und Kreuzfahrtschiff


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Picton Hafen mit Blick Richtung Marlbourogh Sound

Da wir uns nicht entscheiden konnten ob es besser ist den Sound vom Wasser oder von Land aus zu betrachten haben wir ums für eine Kombination entschieden. So ging es früh um 8 Uhr mit einem kleinen Boot in Picton los, erste Station war Motuara Island, eine kleine Insel die geschützt ist und auf der einige Vögel vorkommen die es sonst nirgends gibt.

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Marlborough Sound im Morgenlicht


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Picton, vom Boot aus


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Marlborough Sound

Auf dem Weg zur Insel wartete aber erst mal eine andere Attraktion auf uns. Nach etlichen anderen Bootstouren und absagten Waltouren kam diesmal endlich der langersehnte Ausruf vom Kapitän: Dolphins!
Und da waren sie, bestimmt 20 – 30 Delfine umzingelten das langsamer gewordene Boot und alle standen trotz der Kälte und dem Wind draußen um das Spiel der Delfine zu beobachten. Sie folgten eine ganze Weile dem Boot und es schien ihnen regelrecht Spaß zu machen im Heckwasser des Bootes zu schwimmen auch einige Junge waren dabei. Irgendwann hat der Bootsführer Gas gegeben und die Delfine konnten noch erstaunlich lange mit der Geschwindigkeit mithalten bevor sie sich verabschiedet haben.

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Der langersehnte Ruf vom Kapitän: Dolphins


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"Die wollen nur spielen" 🙂


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Flipper hautnah

Auf der Vogelinsel angekommen gab es nur einen kurzen walk von 30 min. aber es hat Spaß gemacht dem Gesang der Vögel zuzuhören und sie zu suchen. Eine Sorte war besonders zutraulich und kam ganz nah an uns ran, da sie Menschen nie als Bedrohung erlebt haben.

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Der Sound von einer geschützten Vogelinsel aus


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Und noch mehr, weil's so schön ist


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Übrigens ist es genaugenommen der Queen Charlotte Sound


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Und mal wieder ein Viewpoint 🙂


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Ein sehr neugieriger " South Island Robin" oder in Maori: Toutouwai

Nach ca. 1h auf der Insel wurden wir vom Boot wieder abgeholt und es ging auf die andere Seite des Sounds, wo wir unsere Wanderung starteten. Der Queen Charlotte Track ist eigentlich eine 3 Tageswanderung aber mit Hilfe des Bootes war es möglich einen Teil des Weges zu laufen ohne einen Trackpass oder die relativ teuren Hüttenübernachtungen bezahlen zu müssen. Der Weg war nett zu laufen aber leider meistens ohne Aussicht auf den Sound. Außerdem wurde auch hier schon daran gearbeitet den Weg möglichst einfach zu gestalten. So wird der Weg gerade ausgebaggert, so das er schon breit ist und statt dem auf und ab, wie es eigentlich laut dem Höhenprofil gehen sollte, ging der Weg ziemlich gerade dahin. Unser Teil des Weges endete dann nach 4.5 h an einer Lodge wo wir erstmal ein Bier in der Sonne genossen bevor wir vom Boot wieder abgeholt und zurück nach Picton gebracht wurden.

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Auf dem Queen Charlotte Track

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Blenheim 4.3. – 5.3.2014

Nachdem es in Kaikoura so stürmisch war und der Wetterbericht für die nächsten Tage keine Besserung vorhergesagt hatte, sind wir weiter Richtung Norden nach Blenheim aufgebrochen. In der Nacht hatte es in den Bergen um Kaikoura einen Sturm gegeben und dieser hat dafür gesorgt, dass die berge am Morgen mit Schnee überzogen waren. Ja Schnee obwohl hier Sommer ist und die Berge gerade mal 1700 Meter hoch sind.

Auf dem Weg nach Blenheim haben wir unterwegs einige Male angehalten, da das stürmische Meer so toll aussah. Beim aussteigen hat man erst gemerkt, wie windig es war und Katja wäre beinahe umgeblasen worden.

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Es wurde immer stürmischer

Unterwegs gab es dann nochmal die Möglichkeit Seehunde zu sichten, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

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Seehund Nummer X


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Und noch mal Sturm, weil's so schön war


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Ein kleiner Seehund, gerade aus dem stürmischen Wasser geklettert


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Wasserfall, bei dem sich im Winter die kleinen Seehunde aufhalten

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Kaikoura 1.3.-3.3.14

Angekommen auf der Südinsel von Neuseeland in Christchurch haben wir in einem Guesthouse in der Nähe des Flughafens übernachtet, da wir am nächsten Morgen unseren Campervan auch in der Nähe des Flughafens abholen mussten.
Die Abholung ging reibungslos vonstatten und wir sind auch gleich los gefahren. Der Van ist relativ klein, im Vergleich zu den Monstern, die in Neuseeland unterwegs sind, und fährt sich fast wie ein Auto. Nur diesmal hatten wir keine Automatik und es ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig mit der linken Hand zu schalten :-).

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Unser Campervan

Da Katja unbedingt Wale sehen wollte sind wir in Richtung Norden nach Kaikoura gestartet. Kaikoura ist eine kleine Stadt, bei der sich alles um Walbeobachtungen dreht. Dafür gibt es einen einfach Grund, einige Pottwale halten sich hier das ganze Jahr über auf, da das Meer nahe bei der Küste sehr tief ist. Kaikoura ist der einzige Ort in ganz Neuseeland, wo man Wale das ganze Jahr über beobachten kann. Wir haben dann auch gleich für den nächsten Tag eine Tour für den späten Nachmittag gebucht, die leider wegen zu viel Wind abgesagt wurde. Aber wir haben nicht verzagt und gleich für den nächsten Morgen um 7 Uhr die nächste Buchung vorgenommen. Leider wurde auch diese Tour, wie auch alle weiteren für den Tag abgesagt. Grund war ein Sturmtief, das wir auch deutlich zu spüren bekommen haben. Es hat geregnet, gewindet und wurde empfindlich kalt, sogar den Heizlüfter im Camper mussten wir anschalten um nicht zu frieren.
Da wir wieder nicht zur Walbeobachtung raus fahren konnten, haben wir uns für eine kleine Wanderung Richtung Seehundkolonie entschieden. Es war zwar sehr windig, aber der Weg war schön und wir haben viele Seehunde gesehen, den ersten hätte ich fast übersehen und wäre beinahe drauf getreten, so nahe am Weg sonnen sich die Viecher :-).

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Bucht in Kaikoura

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Der erste Seehund

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Mehr Seehunde

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Und noch einer

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Ohau Bucht in Kaikoura

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Blick von oben auf die Ohau Bucht

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Katja und der Wind 🙂

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Es braut sich was zusammen über unserem Campingplatz

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Coromandel Peninsula 26.-27.2.14

Wir hatten noch 2 Tage Zeit bevor unser Flug nach Christchurch ging und mussten uns daher überlegen wo wir uns zum einen noch etwas anschauen können, zum anderen aber nicht so weit weg von Auckland sind, so dass wir innerhalb von 2-3 Stunden Fahrzeit am Tag des Abflugs zum Flughafen kommen. Die Wahl fiel auf die Halbinsel Coromandel. Da schönes und warmes Wetter angekündigt war ging es auch nicht zum wandern in den bergigen Teil sondern Richtung Strand.
Auf dem Campingplatz angekommen mussten wir uns entscheiden zwischen einem Zeltplatz oder einer Gardenview Villa, eine einfache Cabin gab es nicht mehr. Nach einem kurzen Blick in die „Villa“ und einem weiteren Blick in die Campküche, die wir hätten verwenden müssen wenn wir uns fürs Zelt entschieden hätten, ist die Entscheidung schnell gefallen. Ein bisschen Luxus darf auch mal sein 🙂
Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung zur „Cathedral Cove“ unternommen. Diese Bucht mit außergewöhnlichen Felsformationen, unter anderem der Cathedral Cave, wurde als Schauplatz für die Verfilmung der Chroniken von Narnia (Prinz Kaspian) verwendet. Und wer den Film gesehen hat und dann an diesen Strand kommt und durch das Tor schreitet fühlt sich selber ein bisschen als käme er zurück nach Narnia :-). Diese Felsformationen sind über Jahrtausende durch die Kraft der Gezeiten entstanden und jede Menge Schilder warnen vor möglichen herabfallenden Steinen.
An so einem schönen Strand mussten wir natürlich auch eine Weile bleiben und stürzten uns in die Brandung, die hier ganz ordentlich war. Danach war nur noch sonnen, relaxen und packen für den nächsten Tag angesagt.

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Narnia - oder etwas banaler "Cathedral Cove"

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Surreale Felsformationen

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Irgendwie erwartet man hier jeden Moment jemandem aus den "Chronicles of Narnia" zu begegnen

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🙂

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Und noch ein Felsen

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Die Stingray Bay

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Waitomo – Tumu Tumu TOObing 25.2.14

Heute haben wir uns nochmal gemeinsam Glühwürmchen in einer anderen Höhle, bei einer anderen Tour angeschaut. Weniger Adrenalin geladen dafür umso kälteres Wasser und einige enge Passagen zum durchrobben, die zumindest mich, Katja, gefordert haben.
Angefangen hat es mit einer Art Polonäse, nachdem wir ein Stück weit in der Höhle waren sollte jeder seinen Vordermann an den Schultern fassen und das Licht ausmachen. Dann ging es im Wadentiefen Wasser durch einige Gänge und Grotten und über einem haben die Glühwürmchen um die Wette geleuchtet. Danach ging es auf sogenanten Tubes (großen Luftgefüllten Reifen) sitzend weiter im Dunkeln. Schade war eigentlich nur das der Fluss so langsam dahinfliest das man von der Strömung kaum was merkt. Zwischendurch ging es immer mal wieder zu Fuß an schönen Tropfsteinen vorbei und durch mehr oder weniger enge Gänge. Nervenaufreibend wurde das ganze, zumindest für mich, als wir die Aufgabe bekamen durch einen engen Gang zu robben, das ganze ohne Licht und ohne zu wissen wie weit es geht. Für mich war das der blanke Horror aber ich hätte es ja nicht machen müssen, selber schuld 🙂
Nach einer kurzen Schwimmstecke am Ende im eiskalten Wasser waren wir wieder im freien und konnten uns unter einer heißen Dusche wieder aufwärmen.

Auch hier müssen wir die Fotos leider nachreichen.

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Waitomo – Lost World Tour 24.2.14

Auf unserer, oder besser gesagt auf meiner (Katja) todo Liste für Neuseeland standen die Waitomo Caves ganz oben. Hier in diesem Gebiet gibt es unzählige, über 800, Höhlen. Und in vielen dieser Höhlen gibt es Glowworms. Das sind keine Glühwürmchen wie wir sie kennen, sondern sind eigentlich Fliegenlarven, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, die sogenannte Pilzmückenlarve. Aber Glowworms lässt sich besser vermarkten und so sind es die Glowworm caves 🙂
Heute sind Wolfgang und ich getrennte Wege gegangen, nicht weil wir uns gestritten hätten, aber sich 100 m in die Tiefe abseilen wollte er sich dann doch nicht. Zudem war das ganze ein teurer Spaß, der aber jeden Cent Wert war. In einer Gruppe von 8 Leuten und 2 Guides ging es erstmal an eine kleine Übungsstrecke damit jeder lernt sich selbst zu sichern. Danach ging es ausgestattet mit Neopren, Helm, Stirnlampe, Klettergurt und Gummistiefeln an die Einstiegsstelle, wo den ersten flau im Magen wurde. 10 Seile hingen dort über dem Abgrund und es ging 100 m senkrecht in eine Schlucht. Nachdem alle gesichert waren und es letzte Instruktionen gab wie wir uns selber abseilen und dabei unsere Geschwindigkeit steuern können ging es in Gruppen von 5 Leuten nach unten. Die Tour hat den Namen „Lost World“ und den völlig zurecht. Man kommt sich wie ein Entdecker vor und hätte irgendwo ein Dinosaurier gebrüllt, hätte es wohl keinen gewundert. Nach ca. 30 min ist man unten angekommen und man möchte diesen Platz am liebsten gar nicht mehr verlassen so surreal wirkt alles.
Nach einem kurzen Lunch ging es dann in die Höhle, ein letzter Blick zurück um für die nächsten 5-6 Stunden noch einmal Tageslicht zu sehen. Nach einem kurzen Anstieg über ein paar Felsen ging es dann zur Abkühlung ins Wasser. Das Besondere im Gegensatz zum Canyoning war nicht nur das ganze unterirdisch zu machen sondern auch gegen den Flusslauf. Die Sprünge waren nie höher als 1 oder 2 Meter, aber einen Wasserfall hochzuklettern statt ihn runterzuspringen ist mal ne neue Erfahrung und deutlich anstrengender 🙂
Zwischendurch hieß es dann auch mal, rechte Hand an die Wand, linke Hand als Schutz vor das Gesicht, alle Mann Licht aus und dann vorwärts tasten. Das war ziemlich unheimlich, insbesondere da ich die erste war, die anderen sich an mir festgehalten haben, das Wasser immer höher stieg und man immer lauter einen Wasserfall gehört hat. Kurz vor dem Wasserfall gab es wieder Licht und es war eher ein Fällchen :-), außerdem ging es ja immer Flussaufwärts, was man im Dunkeln und vor Aufregung mal vergessen konnte.
Nach einigen kurzen Kriechstellen kamen wir zu einer Höhle bei der wir uns alle bequeme Plätze gesucht haben und danach das Licht ausschalteten. Tausende von Glühwürmchen, eigentlich unbeschreiblich, das muss man wirklich gesehen haben. Es ist nicht wie ein Sternenhimmel, da sie eher in Verbänden vorkommen und nicht gleichmäßig verteilt sind. Es ist einfach irgendwie magisch. Wir lagen da vermutlich 30 min auf den Felsen und haben nur gestaunt. Nach der Glühwürmchenhöhle ging es nur noch ein kurzes Stück im Fluss lang und dann waren wir wieder im freien. Der Aufstieg zurück zu unserem Ausgangspunkt war bei der ganzen Tour wohl fast das anstrengendste. Zum Abschluss gab es noch ein BBQ für alle und dann ging es wieder in die reale Welt.

Fotos gibt es leider im Moment nicht, da ich sie nur auf einem USB Stick habe und nicht auf das Tablet laden kann. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen will kann mal bei Google suchen: Lost World Epic Tour

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Zusammenfassung unserer bisherigen Reise

Eines gleich vorweg, viele haben uns gesagt sie hätten nicht den Mut Job und Haus aufzugeben, wir haben es nicht bereut! Wir haben unglaublich viel erlebt, das meiste davon war positiv, aber wir haben auch erfahren, wie gut wir es eigentlich in Deutschland haben. Keine drohenden Erdbeben oder Vulkane, keine gefährlichen oder giftigen Tiere, Leitungswasser das trinkbar ist, normalerweise Strom, wann immer wir wollen und Internet das bezahlbar ist :-). Anmerkung von Wolfgang: Und im Vergleich zu Australien und Neuseeland ist Deutschland geradezu ein Paradies für Biertrinker und Raucher, es gibt aber Länder die sind noch besser für vorgenanntes geeignet, z.b. Kambodscha :-).
Es gibt noch so viel zu sehen auf der Welt und so viel zu erleben. Aber im Augenblick sind wir voll von Eindrücken, völlig planlos was die nächsten Destinationen wie Ecuador und Südafrika betrifft und vermissen Familie und Freunde. Deswegen haben wir beschlossen nach Neuseeland, also Ende März, eine Reisepause einzulegen und erstmal zurück nach Deutschland zu kommen. Vielleicht bleiben wir nur 2-3 Wochen,vielleicht auch länger, das wissen wir selber noch nicht.
Nepal war wohl das chaotischste Land, was sicherlich auch daran lag, das es unser erstes Ziel war und wir noch nie in Asien waren.
Von Malaysian haben wir sicherlich viel zu wenig gesehen.
Kambodscha hat mich persönlich am meisten fasziniert, und den bleibensten Eindruck hinterlassen. Die Killingfields werden ich wohl nie mehr vergessen
Tasmanien ist wunderschön für Naturliebhaber und man kann dort herrlich wandern und Tiere beobachten, gemeinsam mit Kambodscha mein Favorit, wenn auch auf ganz andere Art.
Neuseeland…. tja , ist das einzige Land an das wir Erwartungen hatten und die sind (noch) nicht erfüllt worden. Landschaftlich ist es hier sehr schön aber leider ist alles von Touristen, wie uns :-), überfüllt. Noch verbleibt ein ganzer Monat in Neuseeland und die komplette Südinsel, somit hat Neuseeland noch viele Chancen uns zu überzeugen. Wir hoffen, dass dies gelingt.

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New Plymouth 20. bis 22.2.

New Plymouth als Zwischenstation hatten wir ausgewählt, da der Mount Taranaki schnell zu erreichen ist.

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New Plymouth

Die Tour auf den Gipfel und wieder zurück sollte laut Beschreibung 8 bis 10 Stunden dauern, so dass wir bereits um 5:30 Uhr aufgestanden sind und um 7:20 Uhr die Tour starten zu können. Anfangs war alles noch ganz einfach, mit geteerten Wegen und Holztreppen, aber nach Ca. 2 Stunden ging es dann auf feinkörnigem Geröll weiter um schlussendlich in einem gekracksel über grosse Steine zu enden. Wir waren zwischenzeitlich am überlegen umzukehren, haben uns dann doch durchgerungen bis nach oben zu steigen. Leider war die Aussicht nicht die beste, wir haben nur Wolken gesehen. Die Tour war wirklich ziemlich anstrengend und beim Abstieg haben uns die Knie weh getan und die Muskeln waren etwas müde :-).

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Mount Taranaki, 2548m


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Mount Taranaki und der vor uns liegende Weg


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Über den Wolken


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Henry N. Brown hat es fast geschafft


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Katja hat noch Reserven, die für den Abstieg bitter nötig waren


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Leider haben wir nur Wolken zu sehen bekommen


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Und nochmal Wolken, die waren aber wirklich beeindruckend


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Geschafft 🙂


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Der Krater am Gipfel ist das ganze Jahr mit Schnee gefüllt


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Zuletzt ist der Mount Taranaki 1755 ausgebrochen, also kein Grund zur Sorge

Da wir vom Vortag noch ziemlich fix und alle waren, stand heute der Besuch eines der angepriesenen Gärten auf dem Programm. Wir haben uns für den Pukaiti Garten entschieden, da uns dieser als sehr ursprünglich erschien. Etwas ausserhalb von New Plymouth gelegen, war der Garten nicht so einfach zu finden. Es stand dann auch nur ein Auto auf dem Parkplatz, scheinbar gehören Gärten nicht zu den Top Attraktionen :-). Der Garten selbst ist eigentlich nicht als solcher zu bezeichnen. Das Gelände umfasst 350 Hektar (habe mich nicht verschrieben) und ist zum Großteil Regen- bzw. Urwald. Der eigentliche als Garten angelegte Teil ist mit 500 Rododendron Arten bepflanzt, die leider zurzeit nicht blühen.

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Der sogenannte Garten


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Einer der zahlreichen Wege


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Ein uralter wunderschöner Baum


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Hier sieht es eher aus wie ein Garten

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