Blenheim 4.3. – 5.3.2014

Nachdem es in Kaikoura so stürmisch war und der Wetterbericht für die nächsten Tage keine Besserung vorhergesagt hatte, sind wir weiter Richtung Norden nach Blenheim aufgebrochen. In der Nacht hatte es in den Bergen um Kaikoura einen Sturm gegeben und dieser hat dafür gesorgt, dass die berge am Morgen mit Schnee überzogen waren. Ja Schnee obwohl hier Sommer ist und die Berge gerade mal 1700 Meter hoch sind.

Auf dem Weg nach Blenheim haben wir unterwegs einige Male angehalten, da das stürmische Meer so toll aussah. Beim aussteigen hat man erst gemerkt, wie windig es war und Katja wäre beinahe umgeblasen worden.

image

Es wurde immer stürmischer

Unterwegs gab es dann nochmal die Möglichkeit Seehunde zu sichten, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

image

Seehund Nummer X


image

Und noch mal Sturm, weil's so schön war


image

Ein kleiner Seehund, gerade aus dem stürmischen Wasser geklettert


image

Wasserfall, bei dem sich im Winter die kleinen Seehunde aufhalten

Kaikoura 1.3.-3.3.14

Angekommen auf der Südinsel von Neuseeland in Christchurch haben wir in einem Guesthouse in der Nähe des Flughafens übernachtet, da wir am nächsten Morgen unseren Campervan auch in der Nähe des Flughafens abholen mussten.
Die Abholung ging reibungslos vonstatten und wir sind auch gleich los gefahren. Der Van ist relativ klein, im Vergleich zu den Monstern, die in Neuseeland unterwegs sind, und fährt sich fast wie ein Auto. Nur diesmal hatten wir keine Automatik und es ist schon ein bisschen gewöhnungsbedürftig mit der linken Hand zu schalten :-).

image

Unser Campervan

Da Katja unbedingt Wale sehen wollte sind wir in Richtung Norden nach Kaikoura gestartet. Kaikoura ist eine kleine Stadt, bei der sich alles um Walbeobachtungen dreht. Dafür gibt es einen einfach Grund, einige Pottwale halten sich hier das ganze Jahr über auf, da das Meer nahe bei der Küste sehr tief ist. Kaikoura ist der einzige Ort in ganz Neuseeland, wo man Wale das ganze Jahr über beobachten kann. Wir haben dann auch gleich für den nächsten Tag eine Tour für den späten Nachmittag gebucht, die leider wegen zu viel Wind abgesagt wurde. Aber wir haben nicht verzagt und gleich für den nächsten Morgen um 7 Uhr die nächste Buchung vorgenommen. Leider wurde auch diese Tour, wie auch alle weiteren für den Tag abgesagt. Grund war ein Sturmtief, das wir auch deutlich zu spüren bekommen haben. Es hat geregnet, gewindet und wurde empfindlich kalt, sogar den Heizlüfter im Camper mussten wir anschalten um nicht zu frieren.
Da wir wieder nicht zur Walbeobachtung raus fahren konnten, haben wir uns für eine kleine Wanderung Richtung Seehundkolonie entschieden. Es war zwar sehr windig, aber der Weg war schön und wir haben viele Seehunde gesehen, den ersten hätte ich fast übersehen und wäre beinahe drauf getreten, so nahe am Weg sonnen sich die Viecher :-).

image

Bucht in Kaikoura

image

Der erste Seehund

image

Mehr Seehunde

image

Und noch einer

image

Ohau Bucht in Kaikoura

image

Blick von oben auf die Ohau Bucht

image

Katja und der Wind 🙂

image

Es braut sich was zusammen über unserem Campingplatz

Coromandel Peninsula 26.-27.2.14

Wir hatten noch 2 Tage Zeit bevor unser Flug nach Christchurch ging und mussten uns daher überlegen wo wir uns zum einen noch etwas anschauen können, zum anderen aber nicht so weit weg von Auckland sind, so dass wir innerhalb von 2-3 Stunden Fahrzeit am Tag des Abflugs zum Flughafen kommen. Die Wahl fiel auf die Halbinsel Coromandel. Da schönes und warmes Wetter angekündigt war ging es auch nicht zum wandern in den bergigen Teil sondern Richtung Strand.
Auf dem Campingplatz angekommen mussten wir uns entscheiden zwischen einem Zeltplatz oder einer Gardenview Villa, eine einfache Cabin gab es nicht mehr. Nach einem kurzen Blick in die „Villa“ und einem weiteren Blick in die Campküche, die wir hätten verwenden müssen wenn wir uns fürs Zelt entschieden hätten, ist die Entscheidung schnell gefallen. Ein bisschen Luxus darf auch mal sein 🙂
Am nächsten Tag haben wir eine kleine Wanderung zur „Cathedral Cove“ unternommen. Diese Bucht mit außergewöhnlichen Felsformationen, unter anderem der Cathedral Cave, wurde als Schauplatz für die Verfilmung der Chroniken von Narnia (Prinz Kaspian) verwendet. Und wer den Film gesehen hat und dann an diesen Strand kommt und durch das Tor schreitet fühlt sich selber ein bisschen als käme er zurück nach Narnia :-). Diese Felsformationen sind über Jahrtausende durch die Kraft der Gezeiten entstanden und jede Menge Schilder warnen vor möglichen herabfallenden Steinen.
An so einem schönen Strand mussten wir natürlich auch eine Weile bleiben und stürzten uns in die Brandung, die hier ganz ordentlich war. Danach war nur noch sonnen, relaxen und packen für den nächsten Tag angesagt.

image

Narnia - oder etwas banaler "Cathedral Cove"

image

Surreale Felsformationen

image

Irgendwie erwartet man hier jeden Moment jemandem aus den "Chronicles of Narnia" zu begegnen

image

🙂

image

Und noch ein Felsen

image

Die Stingray Bay

Waitomo – Tumu Tumu TOObing 25.2.14

Heute haben wir uns nochmal gemeinsam Glühwürmchen in einer anderen Höhle, bei einer anderen Tour angeschaut. Weniger Adrenalin geladen dafür umso kälteres Wasser und einige enge Passagen zum durchrobben, die zumindest mich, Katja, gefordert haben.
Angefangen hat es mit einer Art Polonäse, nachdem wir ein Stück weit in der Höhle waren sollte jeder seinen Vordermann an den Schultern fassen und das Licht ausmachen. Dann ging es im Wadentiefen Wasser durch einige Gänge und Grotten und über einem haben die Glühwürmchen um die Wette geleuchtet. Danach ging es auf sogenanten Tubes (großen Luftgefüllten Reifen) sitzend weiter im Dunkeln. Schade war eigentlich nur das der Fluss so langsam dahinfliest das man von der Strömung kaum was merkt. Zwischendurch ging es immer mal wieder zu Fuß an schönen Tropfsteinen vorbei und durch mehr oder weniger enge Gänge. Nervenaufreibend wurde das ganze, zumindest für mich, als wir die Aufgabe bekamen durch einen engen Gang zu robben, das ganze ohne Licht und ohne zu wissen wie weit es geht. Für mich war das der blanke Horror aber ich hätte es ja nicht machen müssen, selber schuld 🙂
Nach einer kurzen Schwimmstecke am Ende im eiskalten Wasser waren wir wieder im freien und konnten uns unter einer heißen Dusche wieder aufwärmen.

Auch hier müssen wir die Fotos leider nachreichen.

Waitomo – Lost World Tour 24.2.14

Auf unserer, oder besser gesagt auf meiner (Katja) todo Liste für Neuseeland standen die Waitomo Caves ganz oben. Hier in diesem Gebiet gibt es unzählige, über 800, Höhlen. Und in vielen dieser Höhlen gibt es Glowworms. Das sind keine Glühwürmchen wie wir sie kennen, sondern sind eigentlich Fliegenlarven, wenn ich es noch richtig im Kopf habe, die sogenannte Pilzmückenlarve. Aber Glowworms lässt sich besser vermarkten und so sind es die Glowworm caves 🙂
Heute sind Wolfgang und ich getrennte Wege gegangen, nicht weil wir uns gestritten hätten, aber sich 100 m in die Tiefe abseilen wollte er sich dann doch nicht. Zudem war das ganze ein teurer Spaß, der aber jeden Cent Wert war. In einer Gruppe von 8 Leuten und 2 Guides ging es erstmal an eine kleine Übungsstrecke damit jeder lernt sich selbst zu sichern. Danach ging es ausgestattet mit Neopren, Helm, Stirnlampe, Klettergurt und Gummistiefeln an die Einstiegsstelle, wo den ersten flau im Magen wurde. 10 Seile hingen dort über dem Abgrund und es ging 100 m senkrecht in eine Schlucht. Nachdem alle gesichert waren und es letzte Instruktionen gab wie wir uns selber abseilen und dabei unsere Geschwindigkeit steuern können ging es in Gruppen von 5 Leuten nach unten. Die Tour hat den Namen „Lost World“ und den völlig zurecht. Man kommt sich wie ein Entdecker vor und hätte irgendwo ein Dinosaurier gebrüllt, hätte es wohl keinen gewundert. Nach ca. 30 min ist man unten angekommen und man möchte diesen Platz am liebsten gar nicht mehr verlassen so surreal wirkt alles.
Nach einem kurzen Lunch ging es dann in die Höhle, ein letzter Blick zurück um für die nächsten 5-6 Stunden noch einmal Tageslicht zu sehen. Nach einem kurzen Anstieg über ein paar Felsen ging es dann zur Abkühlung ins Wasser. Das Besondere im Gegensatz zum Canyoning war nicht nur das ganze unterirdisch zu machen sondern auch gegen den Flusslauf. Die Sprünge waren nie höher als 1 oder 2 Meter, aber einen Wasserfall hochzuklettern statt ihn runterzuspringen ist mal ne neue Erfahrung und deutlich anstrengender 🙂
Zwischendurch hieß es dann auch mal, rechte Hand an die Wand, linke Hand als Schutz vor das Gesicht, alle Mann Licht aus und dann vorwärts tasten. Das war ziemlich unheimlich, insbesondere da ich die erste war, die anderen sich an mir festgehalten haben, das Wasser immer höher stieg und man immer lauter einen Wasserfall gehört hat. Kurz vor dem Wasserfall gab es wieder Licht und es war eher ein Fällchen :-), außerdem ging es ja immer Flussaufwärts, was man im Dunkeln und vor Aufregung mal vergessen konnte.
Nach einigen kurzen Kriechstellen kamen wir zu einer Höhle bei der wir uns alle bequeme Plätze gesucht haben und danach das Licht ausschalteten. Tausende von Glühwürmchen, eigentlich unbeschreiblich, das muss man wirklich gesehen haben. Es ist nicht wie ein Sternenhimmel, da sie eher in Verbänden vorkommen und nicht gleichmäßig verteilt sind. Es ist einfach irgendwie magisch. Wir lagen da vermutlich 30 min auf den Felsen und haben nur gestaunt. Nach der Glühwürmchenhöhle ging es nur noch ein kurzes Stück im Fluss lang und dann waren wir wieder im freien. Der Aufstieg zurück zu unserem Ausgangspunkt war bei der ganzen Tour wohl fast das anstrengendste. Zum Abschluss gab es noch ein BBQ für alle und dann ging es wieder in die reale Welt.

Fotos gibt es leider im Moment nicht, da ich sie nur auf einem USB Stick habe und nicht auf das Tablet laden kann. Wer sich schon mal einen Eindruck verschaffen will kann mal bei Google suchen: Lost World Epic Tour

New Plymouth 20. bis 22.2.

New Plymouth als Zwischenstation hatten wir ausgewählt, da der Mount Taranaki schnell zu erreichen ist.

image

New Plymouth

Die Tour auf den Gipfel und wieder zurück sollte laut Beschreibung 8 bis 10 Stunden dauern, so dass wir bereits um 5:30 Uhr aufgestanden sind und um 7:20 Uhr die Tour starten zu können. Anfangs war alles noch ganz einfach, mit geteerten Wegen und Holztreppen, aber nach Ca. 2 Stunden ging es dann auf feinkörnigem Geröll weiter um schlussendlich in einem gekracksel über grosse Steine zu enden. Wir waren zwischenzeitlich am überlegen umzukehren, haben uns dann doch durchgerungen bis nach oben zu steigen. Leider war die Aussicht nicht die beste, wir haben nur Wolken gesehen. Die Tour war wirklich ziemlich anstrengend und beim Abstieg haben uns die Knie weh getan und die Muskeln waren etwas müde :-).

image

Mount Taranaki, 2548m


image

Mount Taranaki und der vor uns liegende Weg


image

Über den Wolken


image

Henry N. Brown hat es fast geschafft


image

Katja hat noch Reserven, die für den Abstieg bitter nötig waren


image

Leider haben wir nur Wolken zu sehen bekommen


image

Und nochmal Wolken, die waren aber wirklich beeindruckend


image

Geschafft 🙂


image

Der Krater am Gipfel ist das ganze Jahr mit Schnee gefüllt


image

Zuletzt ist der Mount Taranaki 1755 ausgebrochen, also kein Grund zur Sorge

Da wir vom Vortag noch ziemlich fix und alle waren, stand heute der Besuch eines der angepriesenen Gärten auf dem Programm. Wir haben uns für den Pukaiti Garten entschieden, da uns dieser als sehr ursprünglich erschien. Etwas ausserhalb von New Plymouth gelegen, war der Garten nicht so einfach zu finden. Es stand dann auch nur ein Auto auf dem Parkplatz, scheinbar gehören Gärten nicht zu den Top Attraktionen :-). Der Garten selbst ist eigentlich nicht als solcher zu bezeichnen. Das Gelände umfasst 350 Hektar (habe mich nicht verschrieben) und ist zum Großteil Regen- bzw. Urwald. Der eigentliche als Garten angelegte Teil ist mit 500 Rododendron Arten bepflanzt, die leider zurzeit nicht blühen.

image

Der sogenannte Garten


image

Einer der zahlreichen Wege


image

Ein uralter wunderschöner Baum


image

Hier sieht es eher aus wie ein Garten

Wellington 18. bis 20.2.

Nachdem wir den relativ langen Weg nach Wellington hinter uns gebracht hatten wurde am nächsten Tag nur gefaulenzt.
Da uns viele Leute empfohlen hatten unbedingt ins „Te Papa Museum“ gehen zu müssen (das ist übrigens eine der wenigen Attraktionen in Neuseeland die kostenlos ist) sind wir mit dem öffentlichen Bus in die Stadt gefahren. Unser Campingplatz lag etwas ausserhalb, da in der Stadt alle Unterkünfte sauteuer sind.
Das Museum ist wirklich empfehlenswert, man er fährt viel über die Geschichte Neuseelands und der Maori. Nach 4 Stunden waren wir aber so geschafft, dass wir aufgeben mussten. Man braucht mehrere Tage um alles, was das Museum zu bieten hat, abzudecken.
Wir sind dann noch ein bisschen am Hafen entlang gebummelt, haben was gegessen und ein Weizen getrunken :-).
Wellington ist ne schöne Stadt, aber für uns nichts was uns vom Hocker haut. Verglichen mit den verschiedenen Häfen, die wir bislang gesehen haben kann Wellington nicht mithalten. Auch die Häuser geben nicht viel her, was aber wohl an dem nicht allzu lange zurück liegenden Erdbeben liegt.

image

Wellington

Tags darauf ging’s dann morgens los Richtung New Plymouth.

Tongariro Nationalpark 15. – 17.2

Ein bisschen südlicher gelegen als Rotorua ist der Tongariro Nationalpark, den wir am nächsten Tag angesteuert haben. Wir haben einen schönen Campingplatz gefunden, bei dem auch so ziemlich alles funktioniert, nur Geschäfte gibt es weit und breit keine, so dass wir ohne Bier und nur mit Dosenfutter auskommen mussten.
Am ersten Tag haben wir die laut Reiseführer schönste Eintagestour in Neuseeland in Angriff genommen, den Tongariro Alpine Crossing Track.

Kleine Anmerkung am Rande für alle Herr der Ringe Fans: Im Tongariro Nationalpark wurden die Dreharbeiten für Mordor durchgeführt, manchmal sah es auch wirklich so aus und man meinte schon irgendwo gleich einen Hobbit oder Ork zu sehen. Der Ngauruhoe Vulkan ist der Schicksalsberg in den Filmen und sieht ziemlich beeindruckend aus, fehlt nur noch das allsehende Auge :-).
In dem ganzen Gebiet gibt es immer noch vulkanische Aktivität, so dass man schon mit einem etwa mulmigen Gefühl durch läuft. Insbesondere wenn es an manchen Stellen auf einmal stärker raucht.

Da der Track kein Rundweg ist, mussten wir uns mit dem Bus zum Startpunkt bringen lassen und wurden dann am Ende wieder abgeholt. Am Vortag war das Wetter noch recht bescheiden, aber wir hatten mal wieder Glück und hatten die meiste Zeit Sonnenschein. Der Weg selbst war von vorne bis hinten sehr gut präpariert, so dass man manchmal das Gefühl hatte auf einer Wanderautobahn unterwegs zu sein. Es waren auch unheimlich viele Touristen unterwegs, so dass man dauern überholen musste bzw. überholt wurde. Das Panorama war wirklich schön, wurde aber aus meiner Sicht (Wolfgang) durch die vielen Menschen ziemlich kaputt gemacht. Wenn du nur auf Leute achten musst, die nur unzureichend ausgerüstet sind und nicht wirklich wissen, wie man eine 8 Stunden Wanderung in alpinem Gebiet angeht, dann wird der Eindruck ziemlich geschmälert. Bislang habe ich von Neuseeland den Eindruck, dass man für alle Sehenswürdigkeiten den Touristen so viel Geld wie möglich aus der Tasche ziehen will und dazu leider auch noch so viele Touristen wie möglich ins Land zu bekommen. Und Touristen gibt’s zuhauf, aber wir gehören ja auch dazu :-). Aber jetzt zurück zur Tour. Wirklich alpin war das ganze vielleicht auf 20 Metern, ansonsten fast ein langer Spaziergang mit toller Aussicht. Die 900 Höhenmeter haben wir beide jedenfalls nicht wirklich realisiert. Die angegebenen 8 Stunden haben wir dann unterboten, was vielleicht an dem ganzen Gedränge lag und wir somit schneller als normal gelaufen sind.

image

image

image

image

image

image

image

image

image

image

Am nächsten Tag haben wir beschlossen nur eine kleine Tour zu Unternehmen, die wir direkt am Campingplatz starten konnten. Diesmal waren wesentlich weniger Leute unterwegs und wir konnten unser gewohntes Tempo laufen. Der Weg war allerdings so gut präpariert, dass man den Eindruck gewinnen könnte, dass er für Fusskranke gebaut wurde. Man versucht scheinbar alle Wege für alle Touris, egal ob Jung oder alt, Fit oder unfähig zu laufen, auszubauen. Die Landschaft war wieder sehr schön und die Aussicht auf die umliegenden Vulkane toll.

image

image

Für alle Interessierten, hier auch ein Artikel aus dem bergzeit Magazin zum weiterlesen und weiterträumen.

Rotorua 12.-14.2.2014

Die Gegend rund um Rotorua ist bekannt für die thermalen Aktivitäten die es hier immer noch gibt, also war das unser nächstes Ziel. Wir haben uns einen Campingplatz etwas ausserhalb der Stadt gesucht. Eigentlich sah auch alles ganz klasse aus, die Küche hatte mehrer Kochzeilen, es gab einen Kühlschrank, 2 Toaster, einen Swimmingpool, einen Hotpool und ganz in der Nähe ein Thermalgebiet samt Geysier.
Die Ernüchterung kam schnell. Der Hotpool war Out of order, die Hälfte der Kochplatten hat nicht funktioniert, bei einem Toaster gingen nur noch die äußeren Heizstäbe, der zweite ging gar nicht und der Kühlschrank hat am zweiten Tag gemeint das er auf 30℃ heizen muss was zum Glück nur zu einer geschmolzenen Butter und einem weichen Käse geführt hat. Aber zumindest waren die Duschen warm und umsonst 🙂
Für den Geysier hätten wir ordentlich Eintritt bezahlen müssen, weswegen wir dort etwas frustriert wieder abgezogen sind.
Am nächsten Tag standen 2 verschiedene Thermalgebiete auf dem Programm. Und bei beiden war der Preis wenigsten etwas günstiger 🙂
Zuerst ging es ins Waimangu Volcanic Valley, hier haben wir 4 Stunden damit zu gebracht uns alles anzuschauen, herumzuwandern und die Wunder der Natur zu betrachten.

image

Hier rauchts und dampfts im ganzen Tal...

image

...fehlt nur noch ein Dinosaurier

image

wunderschöne farbige Algen

image

Vogelnest Terrasse, so steht's zumindest in der Beschreibung

image

'Warbrick Terrasse', vielfarbige, schnellwachsende Silikatplatformen

image

Da hat sich wer ins Bild geschlichen 🙂

Der Schwefelgeruch hielt sich hier noch in Grenzen. Schlimmer wurde es im zweiten Park, dem Wai-O-Tapu Thermal Wonderland. Hier bricht jeden Tag um Punkt 10 Uhr 15 ein großer Geysier aus. Da mit Seife nachgeholfen wird haben wir uns das Spektakel geschenkt und sind erst nachmittags in den Park um so den Besuchermassen zu entgehen. Besonders beeindruckend sind hier die Farben und der Dampf rund um den sogenannten Champagnepool. Beide Parks haben uns gut gefallen und es ist schon ziemlich eindrücklich wenn es überall raucht, dampft und brodelt und man so ein Gefühl dafür bekommt wie es hier auf der Erde mal zu Beginn ausgesehen haben muss. Schade ist aber das man für diese Naturschauspiele ordentlich zur Kasse gebeten wird.

image

Artist‘s Palette, die Farben entstehen durch verschiedene gelöste Mineralien und sehen je nach Sonneneinstrahlung und Blickwinkel ganz unterschiedlich aus

image

Lake Ngakoro, vor ca. 700 Jahren durch Eruption entstanden

image

Campagne Pool, ab und zu steht man hier komplett im Nebel und Gestank 🙂

image

Für alle die es trotz brodeln und Dampf immer noch nicht glauben

image

Devil‘s Bath, die Farbe entsteht durch eine Mischung von Schwefel und Eisenoxid und sieht wirklich so giftgrün aus

image

Vorsicht Schlammschlacht 🙂

image

Blubber, blubber

Auf der Weg zum Tongariro Nationalpark am nächsten Tag haben wir uns noch einen drittes Thermalgebiet angeschaut „Orakei Korako“, das nur mit dem Boot zu erreichen ist. Und wieder hat es überall gequalmt aber trotzdem sieht jedes Gebiet anders aus. Den einen oder anderen kleinen Geysier konnten wir diesmal sehen, ein größerer ist just in dem Augenblick ausgebrochen als wir die Insel wieder verlassen hatten, wir haben leider nur noch die Dampfwolke gesehen.

image

Rainbow Terrace

image

Golden Fleece Terrace

image

The artist‘s palette

image

Es raucht, es stinkt und es sieht einfach unglaublich schön aus

Hobbiton 11.2.2014

Da wir beide die Herr der Ringe Filme mehrfach gesehen haben ist Hobbiton eigentlich ein Muss für uns. Von Tauranga aus sind wir deshalb nach Matamata gefahren wo die Tour losgeht. Bei sovielen Bussen und Autos dachten wir schon das wir ohne Vorbuchung gar keinen Platz mehr bekommen aber es war dann alles halb so wild. Mit einem Reisebus ging es dann Richtung Hobbiton. Die Hobbithöhlen liegen auf dem Grundstück eines Farmers (der jetzt bestimmt ziemlich reich ist 🙂 ) und sind ohne den Bus nicht zu erreichen, da die nächste öffentlich zugängliche Strasse ca. 8km entfernt liegt. Kurz vor dem eigentlichen Eingang kam unser Guide dazu der uns viel interessantes erzählen konnte. Zum Beispiel wurden nach den Dreharbeiten der Herr der Ringe Filme die Höhlen wieder abgebaut und es waren nur noch weisse Plastiklöcher zu sehen. Trotzdem sind schon jeden Tag jede Menge Touristen gekommen. Bedingung des Farmer für weitere Dreharbeiten, nämlich der Hobbit, war dann, das alles aus beständigen Materialien gebaut werden muss, damit die Höhlen für lange Zeit zu besichtigen sind.
Außerdem sind die Türen der Behausung unterschiedlich groß. So sieht ein Erwachsener vor einer großen Tür aus wie ein Hobbit und vor einer kleinen Tür wie ein Mensch. Oder der Baum der auf der Höhle von Bilbo steht, musste bearbeitet werden da ja „der Hobbit“ 60 Jahre vor „der Herr der Ringe spielt“ und der Baum ja eigentlich kleiner sein müsste. Also wurde der Baum gestutzt, zurecht gebastelt und dann 250.000 von kleinen künstlichen Blättern angeklebt. Der Baum sieht nahezu echt aus, nur die arme Sau die die ganzen Blätter ankleben musste kann einem leid tun :-),
Ein Innenleben der Höhlen gibt es natürlich nicht sondern nur die Aussenfasaden aber die sind dafür mit viel Liebe und bis ins Detail ausgearbeitet. Von kleinen Kräutergärten über eine herumliegende Pfeife bis hin zur Wascheleine samt Wäsche, es gibt viel zu entdecken.
Zum Abschluss der Tour geht es in die Hobbitkneipe „zum grünen Drachen“, diesmal auch wirklich ausgebaut, und für alle die wollen gibt es ein Freibier.
Danach ging es wieder zurück zu unserem Campingplatz wo wir noch eine Nacht verbrachten bevor es am nächsten Tag weiter nach Rotorua ging.

image

Hobbithöhle eins

image

Hobbithöhle zwei 🙂

image

Beutelsend (Bilbos Höhle)

image

Der Zauberer Wolfgang 🙂

image

Und noch mal Hobbithöhlen von weitem, der Baum oben rechts ist nicht echt